Das WALDband wird geknüpft – Startschuss für das Naturschutzprojekt „Stimberghöhe“

Das WALDband im Rahmen der Regionale 2016 (ZukunftsLAND) steht für zukunftsfähige Entwicklung des Landschaftsraums zwischen Metropole Ruhr, Niederrhein und Münsterland. Mit dem Naturschutzprojekt „Stimberghöhe“ bringt sich der Kreis Recklinghausen aktiv in diesen Prozess ein. Auf der Stimberghöhe in Oer-Erkenschwick knüpften die Projektpartner nun symbolisch das WALDband und gaben damit den Startschuss für das Naturschutzprojekt.
„Unser Kreis hat für Naturliebhaber eine Menge zu bieten“, sagte Landrat Cay Süberkrüb. „Die Lippeauen und renaturierte Haldenlandschaften, die Seen in Haltern – oder eben den Naturpark Hohe Mark Westmünsterland mit der Stimberghöhe.“ Dort, auf der höchsten natürlichen Erhebung des Vestischen Kreises, knüpften die beteiligten Akteure nun das WALDband und stießen so das Naturschutzprojekt „Stimberghöhe“ und damit die mit einem Volumen von rund 430.000 Euro bisher größte geförderte Naturschutzmaßnahme im Kreis Recklinghausen an.

Mit dem Kreis Recklinghausen, dem Regionalverband Ruhr (RVR), dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW, dem Naturpark Hohe Mark Westmünsterland e.V., den Haard-Anrainer-Städten, der Bezirksregierung Münster und der REGIONALE  Agentur 2016 stehen im WALDband starke Projektpartner für den gemeinsamen Weg in die Zukunft des Landschaftsraumes zusammen – eine besondere Zusammenarbeit für ein besonderes Stück Natur: „Das Projekt WALDband läuft auf der Verbindungslinie zwischen der Emscher-Lippe-Region und dem Münsterland und kann somit als weiteres Scharnier zwischen den beiden Regionen wirken“, sagt Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller. „Als Bezirksregierung, deren Gebiet sich aus beiden Regionen zusammensetzt, hat dieses Projekt daher eine ganz besondere Bedeutung.“

Das Naturschutzgebiet des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in der Haard ist nicht nur durch seine Lage auf 156 Höhenmetern herausragend. Auch seine Nutzungsgeschichte als Steinbruch und Militärgelände, seine geologische Beschaffenheit mit den Quarzitbänken und die Vielfalt der Biotope verdeutlichen die schützenswerten Eigenschaften des Naturschutzgebietes Stimberghöhe. Kein Zufall also, dass die Wahl der Projektpartner auf diesen Bereich gefallen ist.

Und auch die Maßnahme selbst unterscheidet sich von anderen: Sie soll nicht wie sonst üblich das fertige Ergebnis einer Naturschutzmaßnahme zeigen, sondern die Entwicklung hin zu einer bedeutsamen Naturfläche in der ökologischen Balance des Gesamtraumes. In diesem Prozess hin zu einem erkenn- und erlebbaren Teil des Naturparks Hohe Mark Westmünsterland soll für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar werden, was sich hinter Begriffen wie Naturschutz, Kommunikation und Besucherlenkung verbirgt und wie diese umgesetzt werden können.

Mithilfe von bürgerschaftlichem Engagement soll vom Projektstart an eine ganz neue Beteiligungskultur für alle, die an der Stimberghöhe interessiert sind, geschaffen werden. Dazu wird es unter anderem Workshops, Mitmachangebote in der Pflege der Flächen und ein grünes Klassenzimmer für Schulkinder geben. Dabei will man auch neue Wege der Kommunikation gehen: Beispielsweise mit QR-Codes, die anstelle von raumeinnehmenden Hinweistafeln angebracht werden und über das Internet anrufbare Informationen bereithalten.

„Das Projekt steht nicht nur für einen verantwortungsvollen Umgang mit den einzigartigen Naturflächen in unserem Kreis“, sagte Landrat Cay Süberkrüb. „Es steht auch für die Zusammenarbeit vieler starker Partner mit dem gemeinsamen Interesse daran, unsere Region nach vorne zu bringen.“

Beim Projekt WALDband ist der Regionalverband Ruhr (RVR) zentraler Projektentwickler und Kooperationspartner. Martin Tönnes, stellvertretender Regionaldirektor: „RVR, Kreis, der Landesbetrieb Wald und Holz und der Verein Naturpark Hohe Mark Westmünsterland arbeiten hierbei Hand in Hand, um eine ökologische, soziale und ökonomische Zukunftsperspektive für den Naturpark Hohe Mark zu schaffen. Der Naturpark ist mit seiner einzigartigen Landschaft die grüne Brücke zwischen der industriellen Kulturlandschaft Ruhrgebiet und der Kulturlandschaft des Münsterlandes. Es ist der einzige Naturpark in Deutschland, der im Grunde in dem größten Ballungsraum des Landes liegt. Unser gemeinsames Ziel ist es, diesen Naturschatz für die Menschen, für die Umwelt und unsere gemeinsame Zukunft zu bewahren.“

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